Dritte Reise nach Dapka


Ende Oktober 2025 reisten Christina, Werner und Ursula mit Freunden nach Dapka. Der Flug von Kathmandu nach Nepalgunj verlief problemlos. Doch nach Kolti wird auf Sicht geflogen. Niedrige Wolken lagen auf den Hügeln und an einen Weiterflug war nicht zu denken. Auch am nächsten Tag war das Wetter nicht besser.

 

Um doch rechtzeitig zum Treffen mit Präsident Janak Bohara zu gelangen, organisierte unser bewährter Reiseleiter Jag kurzerhand einen Jeep, gross genug für unsere 8-köpfige Gruppe und das Gepäck.

 

In zwei Tagen und rund 17 Stunden reiner Fahrzeit erreichten wir Kolti. Die Strecke führte meist über Natur- oder stark beschädigte Teerstraßen, oft dicht am Abgrund entlang, durch eine uns völlig fremde Landschaft. Dabei wurde uns erst richtig bewusst, wie abgelegen die Schule in Dapka liegt. 

 

In Kolti wurden wir von Präsident Janak Bohara mit allen Ehren empfangen. Er dankte uns erneut für unser Engagement für die Kinder der Bhote Khampa und stellte uns den neuen Regierungsingenieur Santosh Khanal vor, der nun für den Bau verantwortlich sei. Aufgrund einer gesetzlichen Regelung dürfe der bisherige Ingenieur Manbahadur Rokaya nicht mehr für uns tätig sein. Dies bedauerten wir sehr und würdigten ausdrücklich seine hervorragende bisherige Arbeit.

 

 

 

Am nächsten Tag reisten wir zur Schule nach Dapka und machten unterwegs einen Halt bei Manbahadur, wo wir von der ganzen Familie herzlich empfangen wurden. Er bedankte sich sehr für diesen Besuch. Noch nie sei ein Arbeitgeber persönlich bei ihm vorbeigekommen.

 

 

In Dapka war das erste Gebäude zu unserer Freude bereits im Rohbau fertiggestellt und eben weiss gestrichen - die Farbe noch feucht!

 

Nach der zeremoniellen, herzlichen Begrüssung durch den Schulpräsidenten Prem Singh und den Schulleiter Tula Rawat besichtigten wir das neue Gebäude. Es wurde zu unserer vollen Zufriedenheit erstellt. Subingenieur Manbahadur «übergab» nun seinem Nachfolger Santosh Khanal die Baustelle.

 

Am nächsten Morgen wurde das zweite Gebäude eingemessen und die Lage der neuen Küche, der Kantine sowie der kleinen «Nacht-Toilette» festgelegt. Kaum war klar, wo sich die Fundamente des zweiten Hostels befinden, wurde bereits mit Graben begonnen.

 

Zweimal wurden wir von Prem Sing, seiner Tochter und weiterer Helferinnen wunderbar verpflegt.

 

 

Am Abend brachte uns ein Jeep zurück nach Kolti, wo wir zwei Tage mit Wandern verbrachten, da wir auf eine Flugverbindung warten mussten. Die kleine Propellermaschine brachte uns schliesslich in bequemen 45 Minuten von Kolti nach Nepalgunj.

 

Noch in Nepal erreichte uns die freudige Nachricht, dass Ingenieur Manbahadur nun doch weiter für uns den Bau begleiten darf, was uns sehr freut.